Die Diskussionen

LEBENSVERLÄNGERUNG UND STERBEHILFE
Wer entscheidet über Leben und Tod?

Von Tatiana Gruosso

Die Hightechmedizin macht den Todeszeitpunkt zu einer verhandelbaren Grösse. Dank innovativen Wirkstoffen und immer ausgeklügelteren Apparaturen lassen sich heute selbst die schwersten, ehemals tödlich verlaufenden Erkrankungen aufhalten. Parallel dazu nimmt die Zahl der begleiteten Suizide in der Schweiz seit Jahren massiv zu. Immer öfter wollen auch Menschen, die nicht schwer krank sind, selbst über den Zeitpunkt ihres Abschieds bestimmen. Wer aber hat das Recht, in letzter Instanz über Leben und Tod zu entscheiden? Gott allein? Jeder Einzelne? Der behandelnde Arzt?
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WAHRHEIT UND LÜGE
Erkundungen im postfaktischen Zeitalter

Von Tatiana Gruosso

Zwar fordert das achte Gebot kategorisch: «Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen.» Dennoch wird gelogen, was das Zeug hält – von Notlügen und Flunkereien im Alltag über das unreflektierte Verbreiten von Halbwahrheiten bis hin zur systematischen Falschaussage. Vor allem in der Politik wird erbittert um Lüge und Wahrheit gerungen. In der Ära von US-Präsident Donald Trump wurden sogenannte Fake News, das heisst vorgetäuschte Nachrichten und gezielt gestreute Falschmeldungen, die sich im Internet und insbesondere in sozialen Netzwerken verbreiten, zu einem politischen Kampfbegriff.
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ZAPPELPHILIPP & CO.
Warum immer mehr Jugendliche als "notorisch unaufmerksam" oder "hyperaktiv" gelten


Von Tatiana Gruosso

Eine steigende Zahl von Heranwachsenden leidet unter einem sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit bzw. Hyperaktivität (ADHS) –oftmals gepaart mit einer überdurchschnittlichen Fertigkeit im Erkennen von Nebensächlichkeiten. Der exzessive Konsum von TV-Sendungen, Internet, Social Media und Videospielen ist bei ADHS-Patienten ausgeprägter als bei anderen Jugendlichen. Werden Heranwachsende heute derart mit Reizen überflutet, dass sie der Omnipräsenz medialer Zerstreuung nicht mehr gewachsen sind? Oder stellen Eltern und Lehrer höhere Ansprüche an das Konzentrationsvermögen als früher?
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TEILEN STATT HABEN
Sharing Economy: Hype oder Paradigmawechsel?

Von Tatiana Gruosso

Wir nächtigen bei wildfremden Leuten, leihen uns übers Wochenende einen Sportwagen oder mieten im Netz eine Profiausrüstung. Statt Eigentum anzuhäufen, wollen junge Leute heute lieber aussergewöhnliche Dinge erleben. Die neue Lust am Tauschen und Teilen, prophezeien manche Ökonomen, habe das Potenzial, unser Wirtschaftssystem von Grund auf umzukrempeln. Hin zur ultimativen Konsumgesellschaft, in der alles für (fast) alle per Mausklick verfügbar wird. Kritiker warnen derweil vor negativen Auswirkungen der Sharing Economy auf die Wirtschaftsethik und vor einem Wettlauf um die tiefsten Sozialstandards.
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MEHR ALS NUR VERGESSLICHKEIT
Demenz und Alzheimer: Wo steht die Forschung?

von Sarah Carter

Demenz bezeichnet eine Reihe von degenerativen Krankheitsbildern, bei denen zentrale Hirnfunktionen wie das Erinnerungsvermögen, die Orientierung und die Sprache betroffen sind. Die am häufigsten auftretende Form ist die Alzheimerkrankheit, die mit einer fortschreitenden Zerstörung von Nervenzellen einhergeht. Welches sind mögliche Ursachen des schleichenden Gedächtnisverlusts, der vor allem bei Menschen in höherem Alter auftritt und bis heute als unheilbar gilt? Und: Wie lässt sich das Befallsriskiko allenfalls reduzieren?
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EROSION DER PRIVATSPHÄRE
Wie verwundbar macht uns die digitale Revolution?

Von Tatiana Gruosso

Big Data, Algorithmen und sorglose Nutzer machen es möglich: Mit psychologischen Profilen, erstellt aus Datenspuren, die wir im Internet hinterlassen, lassen sich auf individuelle Präferenzen abgestimmte Werbe- und Propagandabotschaften erzeugen. Experten warnen vor einem Verlust der Selbstbestimmung und einer Aushöhlung demokratischer Prozesse. Auch die zunehmende Vernetzung im "Internet der Dinge" birgt neue Gefahren. Wie schützen sich Universitäten, Firmen und Private vor Hockerangriffen und Datenmissbrauch?
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VOM MARS FÜR DIE ERDE LERNEN
Warum der Rote Planet die Fantasie der Menschen beflügelt

Von Tatiana Gruosso

Um Erkenntnisse über den Ursprung des Lebens auf der Erde zu gewinnen, ist unser Nachbarplanet von besonderem Interesse. In Millionen von Jahren hat sich der Mars kaum verändert, sodass seine Oberfläche jener der jungen Erde sehr ähnlich ist. Forscher an verschiedenen Schweizer Universitäten sind in die Planung der nächsten Marsmission der Europäischen Weltraumbehörde ESA involviert. Unter anderem wollen sie dabei der Frage nachgehen, warum das Klima auf dem Mars im Unterschied zur Erde heute viel kälter und trockener ist. Was hat die Erde vor der gleichen Entwicklung bewahrt?
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GEISTESBLITZE UND ZUFALLSTREFFER
Wie durch Innovation Neues entsteht

Von Tatiana Gruosso

Bahnbrechende Ideen und Erfindungen werden als Innovationen bezeichnet. Die Suche nach bisher unbekannten Lösungsansätzen setzt Neugier, Kreativität und Lust auf Erneuerung voraus. Der Ökonom Joseph Schumpeter sprach von einem Prozess "schöpferischer Zerstörung", der Wirtschaft und Gesellschaft einem permanenten Wandel unterwirft. Planen oder gar verordnen lässt sich Innovation erfahrungsgemäss nicht, allenfalls begünstigen. Was aber zeichnet ein innovationsfreundliches Klima aus? Und welche Rolle spielt der Zufall?
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SCHWER VERDAULICH
Digestion und Stuhlgang: Wo die Nahrungskette endet 

Von Tatiana Gruosso

Bedingt durch grassierenden Zeitmangel, wachsende Mobilität und veränderte Ernährungsgewohnheiten – Stichwort «Fastfood» – befinden sich Verdauungsprobleme wie Durchfall, Verstopfung oder das sogenannte Reizdarmsyndrom in der westlichen Zivilisation auf dem Vormarsch. Auch in traditionellen Agrargesellschaften, wo es oft an sanitären Einrichtungen und grundlegendem Hygienebewusstsein mangelt, wurde die Problematik lange verdrängt und vernachlässigt. Was kann die moderne Forschung über dieses uralte Tabuthema sagen?
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AUS ERFAHRUNG WIRD MAN KLUG
Empirie als Säule wissenschaftlicher Erkenntnis

Von Tatiana Gruosso

«Das Wissen ist ein Kind der Erfahrung», soll bereits der Universalgelehrte Leonardo da Vinci erkannt haben. Als «empirisch», das heisst auf Erfahrungswissen beruhend, gelten insbesondere die Naturwissenschaften. Zur Bildung und Überprüfung ihrer Theorien bedienen sie sich der Beobachtung, spezifischer Experimente und des systematischen Sammelns von Daten. Wo aber liegen die Grenzen des naturwissenschaftlichen Erkenntnismodells? 
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ENERGIEWENDE
Wie reformbedürftig ist die Energiepolitik?
 

Von Tatiana Gruosso

Mit dem Ziel, die globale Erderwärmung zu begrenzen, haben sich im Dezember 2015 nahezu 200 Staaten zu einer einschneidenden Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet. Erdölprodukte wie Benzin oder Heizöl müssen demnach in den kommenden Jahrzehnten sukzessive durch alternative Energieträger ersetzt werden. Neuartige Antriebstechnologien für Fahrzeuge und effizientere Gebäudehüllen sollen dazu beitragen, den Gesamtenergieverbrauch zu senken. Werden diese Anstrengungen genügen, um das gesteckte Ziel zu erreichen?
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Weitere Informationen zu den Input-Referaten finden Sie hier:

Energiemarkt Schweiz
Prof. Hannes Weigt, Universität Basel
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Energiewende Schweiz: Herausforderungen und Chancen
Prof. Frank Krysiak, Universität Basel
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Erneuerbare Energien
Prof. Stefan Roth, FHNW Windisch
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RUHE, BITTE!
Wie und warum uns Lärm zu schaffen macht

Von Tatiana Gruosso

Was die einen kaum hören, ist für die anderen schon Lärm. Je nach Lebensalter, sozialem Kontext und individueller Empfindlichkeit werden Schallwellen unterschiedlich wahrgenommen und interpretiert. Dabei ist die akustische Qualität einer Umgebung für das menschliche Wohlbefinden mindestens ebenso wichtig wie die visuelle oder die taktile Qualität. Dem ungebrochenen Drang nach Freizeitspass und Mobilität in unserer Gesellschaft und den damit verbundenen Lärmemissionen steht ein wachsendes Bedürfnis nach Ruhe entgegen.
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PRÄZISIONSWAFFEN GEGEN DEN TUMOR
Personalisierte Krebstherapien geben Hoffnung. Aber sind sie auch finanzierbar?
 

Von Tatiana Gruosso

So wie jeder Mensch anders ist, ist auch jeder Krebs anders. Neue Formen der Krebstherapie bestehen nicht mehr einfach darin, schnell wachsende Zellen mittels Chemotherapeutika abzutöten. Stattdessen suchen Forscher heute nach biologisch bedingten Charakteristika (Biomarkern) in den Zellen von Tumorpatienten, um die Krankheit genau dort mit spezifischen Wirkstoffen bekämpfen zu können. Massgeschneiderte Krebsmedikamente haben zwar weniger Nebenwirkungen, sind aber teurer in der Entwicklung und treiben damit die Gesundheitskosten weiter in die Höhe. 
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DIE KRAFT DER KLÄNGE
Muntermacher, Tranquilizer, Seelenbalsam: Wie Musik unser Gemüt beeinflusst

Von Tatiana Gruosso

Musik ermöglicht den Kontakt zu den eigenen Gefühlen, beeinflusst die Stimmung und fördert das Gemeinschaftsgefühl. So schlug bereits der römische Arzt Celsus das «Getön von Becken und Getöse» vor, um Kranke aufzumuntern. Neurologisch betrachtet, sorgen angenehme Klänge dafür, dass das Lustzentrum in unserem Gehirn mit dem Glückshormon Dopamin geflutet wird. Kein Wunder wird Musik deshalb gezielt für therapeutische Zwecke genutzt – etwa bei der Suchtbehandlung, in der Psychiatrie oder in Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege.
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BILDER STATT WORTE 
Über den Vormarsch des Visuellen in Bildung und Gesellschaft

Von Tatiana Gruosso

Infolge Digitalisierung und der Verbreitung neuer Medien hat sich die Bedeutung von Bildern radikal verändert. Nach jahrhundertlanger Prägung unserer Kultur durch Schrift und Text findet heute eine Rück-Verlagerung von der sprachlichen auf die visuelle Ebene statt – gerade auch in der Wissenschaft. Bilder wirken intuitiver als Text und können dabei helfen, komplexe Zusammenhänge schneller zu erfassen. Doch wie verändert sich dadurch unsere Wahrnehmung? Und was passiert, wenn wissenschaftliche Rationalität zunehmend auf der Analyse von Bildern beruht?
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HOMO MIGRANS
Was motiviert Menschen zur Flucht? Und wie reagieren wir auf die Zuwanderung? 

Von Tatiana Gruosso

Wanderungsbewegungen hat es in der Menschheitsgeschichte immer gegeben – ausgelöst durch existenzielle Bedrohungen wie Naturkatastrophen und Kriege oder die Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen an einem anderen Ort. Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung sehen sich heute immer mehr Menschen veranlasst, territoriale, soziale und kulturelle Grenzen zu überschreiten. Je nach Mentalität und aktueller Wirtschaftslage reagiert die Bevölkerung in den Zielländern mit Gastfreundschaft, Akzeptanz oder Ablehnung.
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HUMOR
Warum und worüber wir lachen 

Von Tatiana Gruosso

«Humor ist, wenn man trotzdem lacht», soll einst der deutsche Schriftsteller Otto Julius Bierbaum festgestellt haben. Gemeint ist damit die Begabung gewisser Menschen, den Widerwärtigkeiten ihres Daseins mit heiterer Gelassenheit zu begegnen. Obschon Humor so alt ist wie die Menschheitsgeschichte selbst, ist es der Wissenschaft bis heute nicht gelungen, eine einheitliche Theorie dafür zu entwickeln. Wann und worüber man lacht und welche Wirkungen das Lachen im sozialen Kontext entfaltet – Antworten darauf sind je nach Kultur und Sprachraum nach wie vor sehr verschieden.
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SAMMELN
Urtrieb, Hobby, Obsession

Von Julia Gisi

Für unsere Vorfahren war das Sammeln von Nahrung eine Lebens- und Überlebensstrategie. Heute zeigt sich Sammeln – zumal in den hoch entwickelten Industrieländern – als eine weitverbreitete und zutiefst menschliche Leidenschaft: das mehr oder weniger systematische und mitunter obsessive Anhäufen von bestimmten Objekten, Kunstwerken oder Informationen. Was treibt den modernen Menschen zu diesem Verhalten? Und welchen Nutzen haben Museen, Bibliotheken und wissenschaftliche Archive im Internetzeitalter?
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Wo Europa endet
Spurensuche im Osten des Kontinents

Von Tatiana Gruosso

Die Frage der Identität Europas ist eng mit der nach seinen Grenzen verbunden. Während im Westen, Süden und Norden Meere den Kontinent umschliessen, fehlt im Osten eine eindeutige «natürliche» Grenze. Für viele Menschen markiert die östliche Grenze Europas eine politische, soziale und kulturelle Scheidelinie. Doch wo verläuft diese? Eine viel diskutierte Frage, die in der Ukraine, in Russland und in den Ländern des südlichen Kaukasus in letzter Zeit erneut eine Sprengkraft entfaltet hat, die uns alle angeht.
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Brauchen wir noch Sex?
Neues aus der Reproduktionsmedizin

Von Tatiana Gruosso

Eizellenspende, In-vitro-Befruchtung, Leihmutterschaft: Die technischen Möglichkeiten in der Fortpflanzungsmedizin werden immer vielfältiger. Vor dem Hintergrund des wissenschaftlichen Fortschritts und einer Liberalisierung entsprechender Gesetze ist gemeinsamer Sex heute keine Voraussetzung mehr, um Kinder zu bekommen. Längst erheben auch gleichgeschlechtliche Paare und Singles Anspruch auf «nicht natürlich gezeugte» Kinder. Welche Konsequenzen hat diese Entwicklung für unsere Gesellschaft?Und wie verändert sich damit unser Verständnis von Elternschaft und Herkunft?
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Gutes tun, aber richtig
Philanthrophie von Pestalozzi bis Bill Gates

Von Tatiana Gruosso

Menschen, die etwas Gutes für Ihre Mitmenschen tun, werden seit der Antike als Philanthropen bezeichnet. Sie verhalten sich uneigennützig, leisten unbezahlte Arbeit oder stellen für gemeinnützige Zwecke grössere Geldsummen zur Verfügung. Auch in der wohlhabenden Schweiz liegt Letzteres im Trend: Obwohl es hierzulande bereits deutlich mehr gemeinnützige Einrichtungen gibt als in andreren europäischen Ländern, kommen jedes Jahr 400 neue Stiftungen hinzu. Ist diese Form von Philanthropie nur zu begrüssen? 
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Biobanking
Boombranche mit Chancen und Gefahren

Von Tatiana Gruosso

In sogenannten Biobanken lagern keine Geldscheine, sondern grosse Mengen von tiefgefrorenem Zellmaterial wie etwa menschliche Blut-, Gewebe-, oder DNA-Proben. Zusammen mit Hintergrundinformationen über die jeweiligen Spender ermöglichen Biobanken den Vergleich einzelner Individuen hinsichtlich ihres genetischen Profils und ihrer spezifischen Krankheitsverläufe. Was aus medizinischer Sicht grossen Nutzen verspricht, birgt gleichzeitig erhebliche Risiken. Was erlaubt das Schweizer Humanforschungsgesetz? Und was bleibt tabu?
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Das Tier und wir
Studienobjekt, Werkzeug, Proteinlieferant

Von Anna Schillinger

Wir beobachten sie durch Gitterstäbe, Panzerglas oder in freier Wildbahn: neugierig und fasziniert. Zuweilen fürchten wir sie auch oder bezeichnen sie als unsere "besten Freunde". Wir lieben sie, richten sie ab – und töten sie. Das Verhältnis zwischen Mensch und Tier ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Und es steckt voller Widersprüche. Was können wir von unseren biologischen Vorfahren lernen? Und welche Bedeutung haben Tiere für die Entwicklung und das Gedeihen des Homo sapiens?
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