Programm Herbst 2017

 

Die Diskussionen mit den Experten sind frei zugänglich und erfordern keine Anmeldung (Platzzahl beschränkt). 

  • Programm Herbst-Winter 2017/18 (pdf)

Sonntag, 22. Oktober 2017, 15 bis 17 Uhr

Teilen statt Haben

Sharing Economy: Hype oder Paradigmawechsel?

Wir nächtigen bei wildfremden Leuten, leihen uns übers Wochenende einen Sportwagen oder mieten im Netz eine Profiausrüstung. Statt Eigentum anzuhäufen, wollen junge Leute heute lieber aussergewöhnliche Dinge erleben. Die neue Lust am Tauschen und Teilen, prophezeien manche Ökonomen, habe das Potenzial, unser Wirtschaftssystem von Grund auf umzukrempeln. Hin zur ultimativen Konsumgesellschaft, in der alles für (fast) alle per Mausklick verfügbar wird. Kritiker warnen derweil vor negativen Auswirkungen der Sharing Economy auf die Wirtschaftsethik und vor einem Wettlauf um die tiefsten Sozialstandards.

  • Dr. Dietmar Jürgen Wetzel, Institut für Soziologie, Universität Basel
  • Dr. des Mario Schultz, Institute of Marketing and Communication Management, Università delle Svizzera Italiana, Lugano
  • Frank Boller, Präsident Mobility Carsharing, Luzern
  • Moderation: Christoph Keller, Redaktionsleiter Kunst & Gesellschaft, Radio SRF Kultur

 

Sonntag, 12. November 2017, 15 bis 17 Uhr

Zappelphilipp & Co.

Warum immer mehr Jugendliche als "notorisch unaufmerksam" oder "hyperaktiv" gelten.

Eine steigende Zahl von Heranwachsenden leidet unter einem sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit bzw. Hyperaktivität (ADHS) –oftmals gepaart mit einer überdurchschnittlichen Fertigkeit im Erkennen von Nebensächlichkeiten. Der exzessive Konsum von TV-Sendungen, Internet, Social Media und Videospielen ist bei ADHS-Patienten ausgeprägter als bei anderen Jugendlichen. Werden Heranwachsende heute derart mit Reizen überflutet, dass sie der Omnipräsenz medialer Zerstreuung nicht mehr gewachsen sind? Oder stellen Eltern und Lehrer höhere Ansprüche an das Konzentrationsvermögen als früher?

  • Dr. Maria Hofecker, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Basel
  • Dr. Sebastian Wölfle, Kinder- und Jugendpsychiatrischer Dienst, Solothurner Spitäler
  • Dr. Johannes Binotto, Kultur- und Medienwissenschaftler, Zürich
  • Moderation: Katharina Bochsler, Wissenschaftsmoderatorin, Radio SRF

     

    Sonntag, 10. Dezember 2017, 15 bis 17 Uhr

    Wahrheit und Lüge

    Erkundungen im postfaktischen Zeitalter

    Zwar fordert das achte Gebot kategorisch: «Du sollst kein falsches Zeugnis ablegen.» Dennoch wird gelogen, was das Zeug hält – von Notlügen und Flunkereien im Alltag über das unreflektierte Verbreiten von Halbwahrheiten bis hin zur systematischen Falschaussage. Vor allem in der Politik wird erbittert um Lüge und Wahrheit gerungen. In der Ära von US-Präsident Donald Trump wurden sogenannte Fake News, das heisst vorgetäuschte Nachrichten und gezielt gestreute Falschmeldungen, die sich im Internet und insbesondere in sozialen Netzwerken verbreiten, zu einem politischen Kampfbegriff.

    • Prof. Nicola Gess, , Deutsches Seminar, Universität Basel
    • Prof. Rainer Greifeneder, Fakultät für Psychologie, Universität Basel
    • Prof. Bijan Fateh-Moghadam, Juristische Fakultät, Universität Basel
    • Moderation: Christoph Keller, Redaktionsleiter Kunst & Gesellschaft, Radio SRF Kultur

     

    Sonntag, 14. Januar 2018, 15 bis 17 Uhr

    Lebensverlängerung und Sterbehilfe

    Wer entscheidet über Leben und Tod?

    Die Hightechmedizin macht den Todeszeitpunkt zu einer verhandelbaren Grösse. Dank innovativen Wirkstoffen und immer ausgeklügelteren Apparaturen lassen sich heute selbst die schwersten, ehemals tödlich verlaufenden Erkrankungen aufhalten. Parallel dazu nimmt die Zahl der begleiteten Suizide in der Schweiz seit Jahren massiv zu. Immer öfter wollen auch Menschen, die nicht schwer krank sind, selbst über den Zeitpunkt ihres Abschieds bestimmen. Wer aber hat das Recht, in letzter Instanz über Leben und Tod zu entscheiden? Gott allein? Jeder Einzelne? Der behandelnde Arzt?

    • Prof. Stephan Marsch, Chefarzt Intensivstation, Universitätsspital Basel
    • Dr. David Shaw, Institut Bio- und Medizinethik, Universität Basel
    • Dr. Caroline Schröder Field, Münsterpfarrerin, Basel
    • Moderation: Katharina Bochsler, Wissenschaftsredaktorin, Radio SRF

    Veranstaltungsort
    Pharmazie-Historisches Museum
    Totengässlein 3
    4051 Basel

    Archiv
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